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Themen

Forschungsförderung SAZ

In einem bescheidenen Rahmen fördert das SAZ seit dem Jahr 2012 angewandte Forschung zu Justizvollzugsfragen. Strategisches Ziel dieser Bemühungen ist die Förderung wissenschaftlicher Erkenntnisse, die für den Justizvollzug in der Schweiz als relevant erscheinen und von der Praxis aufgenommen werden können.


Forschungsprojekt «Rechtsschutz und Freiheitsentzug»

Im Auftrag des SAZ untersuchten Prof. Jürg Künzli, Anja Eugster und Vijitha Veerakatty (Institut für öffentliches Recht der Universität Bern, Themenbereich Polizei, Haft und Justiz des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Menschenrechte) in der Studie «Rechtsschutz und Freiheitsentzug» explorativ die Beschwerdemechanismen im Justizvollzug. Die Ergebnisse der Studie erschienen Ende April 2015.


Wissensvermittlung Forschungsprojekt «Der Alltag des Personals im Freiheitsentzug»

Wie in den zwei vorangehenden Jahren hat das SAZ das Forschungsteam von Ueli Hostettler (Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Bern) auch im Jahr 2014 beauftragt, das Praxisfeld über die Forschungsergebnisse der Studie «Der Alltag des Personals im Freiheitsentzug» zu informieren. Dies erfolgte im Rahmen der Führungsausbildung und der Tagungen der Praktikumsleitenden des SAZ.

Umsetzung und Wissenstransfer Modellversuch ROS (Risikoorientierter Sanktionenvollzug)

Die Forschungsförderung, die das Bundesamt für Justiz mit dem Gefäss der Modellversuche betreibt, ist für den Schweizer Justizvollzug von grosser Bedeutung. Der Modellversuch ROS (Risikoorientierter Sanktionenvollzug), der im Jahr 2014 abgeschlossen wurde und von vier Kantone getragen wird, ist in dem Sinne bemerkenswert, als dass er mehrere institutionelle Akteure einbindet und ein durchgehendes, evidenzbasiertes Risikomonitoring einführt. Um eine Reflexion über die Bedeutung der ROS-Erkenntnisse zu ermöglichen, finden seit dem Frühjahr 2014 im Rahmen des Projekts ROS Wissenstransfers eine Reihe von Informations- und Austauschveranstaltungen statt.