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Infothek

Beruf Justizvollzug

 

Vom Mitarbeiter Sicherheitsdienst zum Arbeitsmeister Werkatelier

Reto Bangerter
Anstalten Witzwil

Nach einem kurzen Blick auf die Geschichte der Anstalten Witzwil stellt der Autor die Aufgaben der Mitarbeitenden des Sicherheitsdienstes und diejenige des Meisters im Werkatelier dar und illustriert seine Ausführungen mit Fallbeispielen. Er geht auch auf die Veränderungen seines persönlichen Aufgabenbereichs ein, welche er mit dem Wechsel vom Sicherheitsdienst zum Arbeitsbereich erfuhr. Auch geht er mit Befragungen von Insassen und Arbeitskolleg/innen der Frage nach, wie sich seine Rolle als Mitarbeiter in der Anstalt dadurch veränderte. Der Autor vergleicht ausserdem beide Arbeitsfelder im Detail aus der Perspektive von Nähe und Distanz zwischen Personal und Insassen und im Hinblick auf das Krisenmanagement.

Ein ungewöhnlicher Job unter anspruchsvollen Umständen

Darja Büschi-Maurer
Regionalgefängnis Biel

Die Autorin geht der Frage nach, welches die Gründe für das falsche und teilweise schlechte Bild des Strafvollzugs und des Vollzugspersonals in der Öffentlichkeit sind. Sie untersucht die Rolle der Politik, die Erwartungen der Insassen und den Einfluss der Medien und stellt den in diesen Bereichen vertretenen Auffassungen das Berufsbild des Vollzugspersonals gegenüber, um zum Schluss zu kommen, für Verbesserungen sei insbesondere ein aktives Vorgehen des Vollzugspersonals bei der Information der Öffentlichkeit nötig.

Statutaire ou missionnaire entre les deux mon coeur balance...

Natacha Cosandey-Belinski
Maison d’arrêt de Riant-Parc

A partir d’un intérêt pour identifier des identités professionnelles en milieu pénitencier, l’auteure fait recours à des contributions sociologiques, notamment celles de Corinne Rostaing et décrit ensuite l’identité professionnelle de l’agent-e de détention comme étant complexe, résultant de deux missions qui lui sont attribuées. Dans une logique sécuritaire, l’identité professionnelle de l’agent-e de détention répond aux demandes de l’administration et du maintien de l’ordre et dans une logique sociale elle répond aux demandes d’aide sociale. A l’exemple de la Maison ouverte de Riant Parc, établissement d’exécution de fin de peine et courtes peines pour femmes, l’auteur met ensuite en évidence la cohabitation des deux tendances identitaires (sécuritaire et sociale) et formule, en conclusion, un plaidoyer sur la complémentarité des deux missions dans la prise en charge en prison.

Die Kanzlei als Visitenkarte des Gefängnisses Zürich

Claudia Hobi
Gefängnis Zürich

Jeder Bereich und jeder Mitarbeiter bzw. jede Mitarbeiterin einer Justizvollzugsanstalt leistet einen Beitrag an die Öffentlichkeitsarbeit. Davon ausgehend untersucht die Autorin das Potential der Kanzlei. Inwiefern fungiert diese als Visitenkarte des Gefängnisses? Die Mitarbeitenden der Kanzlei des Gefängnisses Zürich sind als erste mit den Eingewiesenen, deren Angehörigen und Vertretern von diversen Institutionen in Kontakt. Anhand von Praxisbeispielen zeichnet die Autorin unter anderem auf, wie die Professionalität der Kanzlei optimiert werden kann.

Deeskalations- und Selbstschutzverhalten von Mitarbeitern im Gefängnis Kulm, Aargau

Daniel Lemp
Bezirksgefängnis Kulm

Angesichts der Häufigkeit von heiklen Situationen, bei denen Gewalt ausgeübt oder angedroht wird, ist das Wissen um Formen der Deeskalation und des Selbstschutzverhaltens ein Aspekt, welcher in der Ausbildung der Mitarbeitenden des Justizvollzugs mitberücksichtigt werden muss. Davon ausgehend erläutert der Autor zunächst die Rechtsgrundlagen für die Gewaltanwendung im Justizvollzug. Anschliessend geht er auf die psychischen Belastungen ein, welche bei schwierigen Situationen zum Tragen kommen. Darauf aufbauend schildert er, wie mit professionellem und taktischem Handeln dem Entstehen von Situationen mit Gewaltpotential begegnet werden kann. Der Autor zieht hierzu auch theoretische Grundlagen der Selbstverteidigung bei, insbesondere beschreibt er einige einfache Abwehrtechniken. Zum Schluss fordert der Autor, dass die Mitarbeitenden im Justizvollzug hinsichtlich ihrer Kompetenz zur Deeskalation und zum Selbstschutz regelmässig aus- und weitergebildet werden.

La polyvalence d'un-e agent-e de détention à la Prison centrale

Grégoire Overney
Prison Centrale Fribourg

Ce mémoire décrit les multiples activités de l’agent de détention à la prison centrale à Fribourg. La polyvalence du métier est mise en évidence à travers la description des différents régimes de détention, la formation interne (feu, technique, informatique) et le fonctionnement de la prison au quotidien.

Visite guidée de la prison de la Croisée. Analyse du regard extérieur du métier d’agent de détention : entre imagination et réalité

Stéphane Pache
Prison de La Croisée

Le mémoire aborde le thème du regard externe sur la prison. Quelle est la vision, le regard que le grand public a sur le métier d’agent de détention et est-ce que cette profession est connue ou non ? Pour obtenir des réponses l’auteur choisit la méthode d’entretien et une démarche de confrontation. Il contact un panel de personnes extérieures au milieu pénitentiaire, avec lesquelles il mène un entretien en leur proposant à la fin une visite de l’établissement de la Croisée. Apres la visite l’auteur reprend contact avec les personnes pour connaître leurs avis et impressions après l’immersion dans le monde carcéral.

Fachmann/-frau für den Justizvollzug: „Herausforderung ohne Anerkennung?“

Michael Paumann
Justizvollzugsanstalt Lenzburg

Der Autor stellt sich Fragen rund um das Berufsbild des Vollzugsangestellten. Er legt dar, welche Anforderungen es braucht, um diese Arbeit auszuführen, welche Vorstellung die Gesellschaft von dieser Beschäftigung hat und ob mit der Ausübung dieses Berufes Anerkennung verbunden ist. Zudem wird nach Lösungsansätzen für die Steigerung der Anerkennung in der Öffentlichkeit gesucht. Mit einer Strassenumfrage untersucht er die Vorstellungen in der Öffentlichkeit über den Beruf des Vollzugsangestellten und dessen Stellenwert. Er illustriert dies mit einem Interview eines Berufs- und Laufbahnberaters. Auch stellt er die Rolle der Medien für das Berufsbild in der Öffentlichkeit dar. Vor diesem Hintergrund plädiert der Autor schliesslich für die Gründung eines Berufsverbandes, dessen Aufgaben er näher umschreibt.

Selbstverteidigung als Teil der Weiterbildung für Mitarbeitende im Strafvollzug

Martin Piper
Strafanstalt Pöschwies

Eine Ausbildung in Selbstverteidigung ist von Nutzen, aber für welche Mitarbeitenden? Von dieser Frage ausgehend befasst sich der Autor mit dem Thema der Selbstverteidigung im Justizvollzug. Er zeigt auf, wie einzelne geschlossene Anstalten ihr Personal diesbezüglich schulen. Nach einem Überblick über die rechtlichen Grundlagen und Ausführungen zu den Methoden der Selbstverteidigung erläutert er einige Faktoren, welche Aggression und Gewalt erklären. Im Anschluss schildert der Autor bestehende Weiterbildungsangebote für Selbstverteidigung und kommt auf Grund von Interviews und einem Vergleich mit der Situation im Pflegebereich zum Schluss, dass im Justizvollzug diesbezüglich Handlungsbedarf besteht. Im letzten Teil seiner Arbeit stellt er ein Konzept für eine mehrstufige Ausbildung in Selbstverteidigung vor.

Comment les circonstances de la vie peuvent vous amener à devenir agent de détention?

Denis Richener
Et. de détention La Promenade

Quels sont les choix qui mènent quelqu’un à embrasser la profession d’agent de détention ? Décrivant les étapes de sa vie personnelle et professionnelle, l’auteur, depuis 12 ans engagé dans le milieu carcéral neuchâtelois, plaide pour une prise de conscience sur le parcours de vie de chacun. Sur la base d’entretiens menés avec ses collègues, il identifie des traits communs entre les trajectoires professionnelles. En conclusion, l’autoréflexion est décrite comme une ressource permettant aux agents de détention d’offrir un soutien aux détenus, des personnes qui très souvent ont éprouvés des échecs importants lors de leurs trajectoires professionnelles.

Ideen und Realisierung eines Kinderbuches mit dem Thema „Mein Papi arbeitet im Gefängnis“

Dieter Robisoyer
Strafanstalt Pöschwies

Den eigenen Kindern umfassend zu vermitteln, was es heisst in einem Gefängnis zu arbeiten, ist anspruchsvoll. Der Autor, selber Vater zweier Kinder und im geschlossen Justizvollzug tätig, hat ein Bilderbuch gestaltet, um seine Arbeit als Justizvollzugsfachmann kindergerecht zu erläutern. Das Buchprojekt behandelt nebst einer Reihe von Kernthemen des Gefängnisalltags, wie zum Beispiel die Tätigkeiten des Gefängnispersonals oder den Tagesablauf der Insassen, insbesondere die Freizeitmöglichkeiten sowie grundsätzliche Fragen nach dem Ziel und dem Zweck des Freiheitsentzugs.

Der Sicherheitsdienst im Massnahmenzentrum im Schache. Zwischen Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung

Urs Roth
Therapiezentrum im Schache

Mit einem Porträt möchte der Autor das allgemeine Verständnis für die Leistungen der Anstalten des Justizvollzugs verbessern, welche den Auftrag haben, Massnahmen zu vollziehen. Er geht hierfür zunächst auf das Massnahmenzentrum im Schache ein und erläutert eingehend den institutionellen Auftrag der Anstalt. Auch beschreibt er deren Organisation, insbesondere den Sicherheitsdienst. Auf der Basis einer Befragung von Mitarbeitenden und Personen aus seinem persönlichen Umfeld untersucht der Autor das Selbst- und das Fremdbild der Anstalt und deren Mitarbeitenden. Er hält Unterschiede und Übereinstimmungen von Selbst- und Fremdbild fest, insbesondere was das Selbst- und Fremdbild der Mitarbeitenden im Sicherheitsdienst betrifft.

Mein persönlicher Veränderungsprozess vom Fleischfachmann zum Vollzugsangestellten

Reto Schneider
Justizvollzugsanstalt Sennhof

Die Arbeit beschreibt den beruflichen Werdegang des Autors vom Fleischfachmann zum Vollzugsangestellten. Zunächst schildert und vergleicht der Autor beide Berufe unter verschiedenen Gesichtspunkten. Unter anderem werden auf die Unterschiede einer Anstellung in der Privatwirtschaft und einer im öffentlichen Sektor aufmerksam gemacht. Im Anschluss stellt der Autor sein persönliches Erleben beim Berufswechsel ins Zentrum und konstatiert eine Reihe von persönlichen Veränderungen, welche der Berufswechsel bei ihm hervorbrachte. Auf der Basis dieser Erfahrung formuliert er für Einsteiger und Einsteigerinnen Ratschläge für einen optimalen Start in den Beruf des Justizvollzugsfachmanns bzw. der Justizvollzugsfachfrau.

Agente de détention: une profession dite masculine accessible aussi aux femmes. Analyse de la situation à l'exemple de Champ-Dollon

Sandrine Selbonne
Prison de Champ-Dollon

Ce mémoire propose une réflexion sur le rôle de l’agente de détention concernant l’organisation, la formation et la distribution des taches en prison et décrit le parcours professionnel d’une agente de détention et les défis liés à ce parcours. L’auteure aborde aussi la question du regard extérieur sur la prison et ses professionnels. En conclusion l’auteure argumente sur la base des interviews et de son vécu personnel que l’origine étrangère représente une importante ressource au niveau des interactions avec les détenus.

Die Arbeit in der JVA Lenzburg beeinflusst das Privatleben?!

Sacha Westphal
Justizvollzugsanstalt Lenzburg

Als Mitarbeiter des Sicherheits- und Betreuungsdienstes der Justizvollzugsanstalt Lenzburg geht der Autor der Frage nach, inwiefern sich die Justizvollzugsarbeit auf ihn verändernd ausgewirkt hat. Er beschreibt einen Tagesablauf und gibt Einblick in nicht alltägliche Situationen. Unter den Stichworten Umgang mit Regeln, Konflikten, Stress sowie Nähe und Distanz behandelt er wichtige Themen im Arbeitsalltag eines Strafvollzugsmitarbeiters. Der Autor befragt ihm nahe stehende Anstaltsmitarbeitende sowie Familienmitglieder, Freunde und Bekannte über Veränderungen seines Verhaltens seit dem Arbeitsantritt in der Anstalt. Auf der Basis der Diskussion der Antworten kommt er zum Schluss, dass der Beruf des Justizvollzugsangestellten das Privatleben nachhaltig beeinflusst. Er empfiehlt den Betroffenen, sich aktiv um einen Ausgleich zu bemühen und allenfalls frühzeitig fachkundige Hilfe beizuziehen.

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